Der neue Trend bei Mini-Notebooks
Sie werden schöner. Statt nur günstig zu sein, wollen neue Mini-Laptops wie der Asus Eee PC S101 auch das Auge erfreuen.
In der Welt der besten Mini-Notebooks kann sich der Asus Eee PC S101 neu platzieren.
Das aktuelle Modell des Mini-Notebooks-Erfinders Asus will eine Art Macbook Air der Mini-Laptops sein: Seine inneren Werte unterscheiden sich kaum von der Konkurrenz – auch der Asus Eee PC S101 ist mit dem Intel Atom N270 ausgestattet und besitzt ein 10,2-Zoll-Display.
Doch sein Design ist auffällig anders: Mit dem wertigen und flachen Gehäuse sowie leichten Glitzer- und Glanzeffekten bietet er eine ansprechende Alternative zu den Plastikschalen der meisten Mini-Notebooks.
Irgendwie anders ist der Asus Eee PC S101 auch beim Preis: Er kostet rund 550 Euro – rund 200 Euro mehr als vergleichbar ausgestattete Mini-Notebooks wie das MSI Wind U100 1616-XP.
Dem Trend zum schöneren Netbook folgen auch andere Hersteller:
Beispielsweise verkauft Medion das Akoya Mini E1210 in verschiedenen Farben sowie einem kristallverzierten Deckel. Sein Preis liegt mit rund 480 Euro ebenfalls deutlich über dem bisher gewohnten Mini-Notebook-Niveau.
Lange Laufzeit oder geringes Gewicht
Wer mit seinem Netbook also gut aussehen will, muss dafür tief in die Tasche greifen. Für alle anderen Anwender gilt: Wichtiger als die Hülle sind die inneren Werte eines Mini-Laptops. Und hier sollte man vor allem auf geringes Gewicht und lange Akkulaufzeit achten.
Allerdings erfüllt kein Mini-Notebooks beide Forderungen: Mini-Laptops mit einem 6-Zellen-Akku erreichen die längsten Laufzeiten.
Mit dem Samsung NC10 und dem Packard Bell Dot kann man beispielsweise über sieben Stunden per WLAN surfen, bevor sie wieder an die Steckdose müssen – ausreichend selbst für einen langen Messe-, Uni- oder Schultag.
Andererseits wiegen die Mini-Notebooks mit 6-Zellen-Akku mehr als ihre Konkurrenten mit einem kleinen Akku: Sie müssen mit einem Zusatzgewicht von rund 200 bis 300 Gramm rechnen. Außerdem haben die 6-Zellen-Mini-Notebooks auch oft ein etwas schwereres Netzteil.
Display: Überall ablesbar
Fast alle Mini-Notebooks zeigen eine Displayauflösung von 1024 x 600 Bildpunkten. Die Größe des Displays beträgt 8,9 oder 10,2 Zoll. In diesem Jahr werden aber Mini-Notebooks mit einer Displaydiagonale von 12 oder 13 Zoll auf den Markt kommen – bisher musste man sich für ein so großes Display ein (Sub)Notebook zulegen.
Wichtiger als die Größe ist allerdings die Qualität: Um das Display unter allen Lichtverhältnissen – also sowohl im gut ausgeleuchteten Arbeitszimmer wie unter freiem Himmel – gut ablesen zu können, sollte es hell und entspiegelt sein. Mit einer durchschnittlichen maximalen Leuchtdichte von über 200 cd/m2 erfüllen bespielsweise das Samsung NC10 und das MSI Wind U100 1616XP diese Anforderungen.
Wie viel darf ein Mini-Notebook kosten?
Eine ausreichend große Tastatur und aktuelle Kommunikationstechnik wie 11n-WLAN und Bluetooth runden die Anforderungen an ein ideales Mini-Notebook ab. Dazu sollte noch ein günstiger Preis kommen: Denn bei einem Mini-Notebook, das rund 500 Euro kostet, werden sich viele Anwender überlegen, ob ein Mini-Notebook - deutlich rechenstärker und besser ausgestattet, aber auch schwerer – nicht der passendere Mobilrechner ist.
Hier ist die Top 10 der Mini-Notebooks
- Platz 1: Samsung NC10 Das Samsung-Mini-Notebook kann am längsten – dank des 6-Zellen-Akkus sind fast acht Stunden Laufzeit drin. Auch die recht große Tastatur überzeugt. Weiterer Pluspunkt ist das helle und entspiegelte Display. 11n-WLAN und Bluetooth bietet das NC10 allerdings nicht. Und mit über 1,3 Kilogramm ist es schwerer als die meisten Mini-Notebooks.
- Platz 2: MSI Wind U100-116XP Luxury Edition Im Gegensatz zur Standard-Edition bringt die Luxusvariante des Wind U100 einen 6-Zellen-Akku mit. Damit behebt MSI die einzige Schwäche des Wind. Die Gewichtszunahme bleibt verschmerzbar – mit 1,28 Kilogramm ist das Wind U100 immer noch absolut mitnahmetauglich. Und Tastatur und Display spieleln ohnehin in der Mini-Notebook-Spitzenklasse.
- Platz 3: Asus Eee PC 1000H Der Eee PC mit 10,2-Zoll-Display macht viele Mängel der Vorgänger wett – er hat ein helles Display, das man auch draußen nutzen kann, eine große, tipptaugliche Tastatur und viel Speicherplatz. Außerdem bringt er einen 6-Zellen-Akku mit. Das macht ihn allerdings unverhältnismäßig schwer für ein Mini-Notebook – er wiegt 1,42 Kilogramm.
- Platz 4: Packard Bell Dot Das Mini-Notebook mit 8,9-Zoll-Dispay besticht durch seine lange Akkulaufzeit – über sieben Stunden sind dank 6-Zellen-Akku drin. Dafür ist das Dot mit 1240 Gramm aber kein echtes Leichtgewicht. Das spiegelnde Display ist wenig ergonomisch und für draußen nicht hell genug. Der Lüfter dreht sich häufig und stört dann in ruhiger Umgebung die Konzentration. Die Tastatur vermittelt ein gutes Schreibgefühl. Beim Touchpad muss man sich daran gewöhnen, dass die Maustasten neben und nicht unter dem Touchpadfeld liegen.
- Platz 5: Lenovo Ideapad S10e Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zeichnet das rote Mini-Notebook von Lenovo aus. Die Akkulaufzeit stimmt und die Tastatur sorgt für ein angenehmes Schreibgefühl. Allerdings ist das spiegelnde Display nicht Outdoor-tauglich. Und beim WLAN bietet das Mini-Notebook nur 11g- statt des aktuellen 11n. Lenovo baut einen Schnellstartmodus ein: Das Mini-Notebook bootet bereits nach rund 12 Sekunden in ein Mini-Linux, das Programme zum Surfen, Chatten und Musikhören mitbringt.
- Platz 6: Medion Akoya Mini E1210 Das Aldi-Mini-Notebook hat eine schnellschreibtaugliche Tastatur, ein helles, outdoor-taugliches Display und üppig Festplattenplatz. Allerdings ist auch der Medion-Mini nicht perfekt: Die Akkulaufzeit ist schlichtweg enttäuschend für ein Gerät, das man hauptsächlich fern der Steckdose nutzen will. Das Medion Akoya Mini E1210 ist übrigens baugeich zum MSI Wind U100, das zusätzlich Bluetooth an Bord hat.
- Platz 7: Asus Eee PC 901 Im dritten Modell des Eee PC sitzt erstmals der sparsame Intel Atom-Prozessor und ein großer 6-Zellen-Akku: ein ideales Gespann für lange Laufzeit. Perfekt ist er aber nicht: Das Display ist für draußen nicht hell genug und auch in Innenräumen wünscht man sich mehr Leuchtkraft. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig – schnelles Tippen fällt damit schwer.
- Platz 8: Asus Eee PC S101 Der Mini-Notebook-Schönling hebt sich durch sein hochwertiges Design von der Konkurrenz ab. Für ein 10-Zoll-Mini-Notebook ist er erstaunlich leicht. Auch mit der stabilen Tastatur und der schnellen, aber kleinen Flasg-Festplatte kann der Eee PC S101 Pluspunkte sammeln. Das Display enttäuscht aber und der Preis ist hoch.
- Platz 9: Dell Inspiron Mini 9 Das durchdachte Design des Dell-Mini-Notebooks überzeugt – bei ihm nerven weder ein drehender Lüfter noch eine rotierende Festplatte. Auch die Tastatur bietet ein angenehmes Schreibgefühl – trotz der vielen verkleinerten Tasten anfreunden kann. Mit rund einem Kilogramm hat es ein ideales Mini-Notebook-Gewicht – die Akkulaufzeit ist aber nur Mittelmaß. Apropos Größe: Die Flash-Platte ist mit 16 GB recht klein. Auch das spiegelnde Display gehört nicht zu den Stärken des Dell-Mini-Notebooks.
- Platz 10: Toshiba NB100-11J Das Toshiba NB100-11J bietet solide Mini-Notebook-Standardkost – dafür kostet es aber zu viel. Denn es gibt günstigere Mini-Notebooks mit umfangreicherer Ausstattung, längerer Akkulaufzeit, besserem Display und größerer Tastatur. Ein großer Vorteil des NB100-11J ist sein geringes Gewicht – allerdings nur, wenn man das recht schwere Netzteil unterwegs nicht mitnimmt.
Quelle: PC-Welt
Hinweis: Aufgrund des Rechtsstreit um den Begriff “Netbook” haben wir uns dazu entschieden den Begriff durch ” Mini-Notebook” zu ersetzen
Tags: Acer, Apple, Asus, Medion, MSI, Netbook, Samsung, Toshiba