
Ob im Zug, im Café um die Ecke oder im Biergarten – heutzutage können Sie fast überall und zu jederzeit online gehen. Wer jedoch nur sporadisch von unterwegs aus im Web surfen möchte, für den sind sogenannte Tages-Flatrates eine gelungene Alternative zu teuren Daten-Tarifen mit langer Vertragslaufzeit.
Als erster Discount-Anbieter hat die O2-Tochter Fonic mit dem Surf Stick eine Tages-Flatrate ohne Grundgebühr und Mindestnutzung zum Pauschalpreis von 2,50 Euro eingeführt.
Was taugt der Surf-Stick in der Praxis?
Wie schlägt sich der Discount-Tarif im Vergleich mit den Angeboten der Netzbetreiber?
Und lohnen sich die Tages-Flatrates fürs mobile Internet überhaupt? Wir geben Ihnen die Antworten.
Die Vorbereitungen
In unserem Praxis-Test befolgten wir strikt die Anweisungen der Gebrauchsanleitung. Also zunächst die SIM-Karte über die Fonic-Hotline oder direkt über www.fonic.de registrieren lassen. Die Freischaltung sollte Online in bis zu zwei Stunden vollzogen sein, telefonisch kann es bis zu 24 Stunden dauern. Ist dies geschafft, müssen Sie nur noch die SIM-Karte in den Surf-Stick einlegen und diesen daraufhin in den USB-Port Ihres Notebooks oder PCs stecken.
Die Installation
Bis hierhin lief alles glatt, auch bei der Installation?
Ja. Nachdem der Surf-Stick von unserem XP-Rechner automatisch erkannt wurde, startet die Installation der Mobile Partner Software. Hierzu müssen Sie lediglich die Anweisungen des Installations-Assistenten befolgen. Nach wenigen Minuten ist die Software inklusive Desktop-Symbol dann auch auf unserem Rechner installiert und wir wollen mit dem Surfen loslegen.
Die Internet-Verbindung
Nach der PIN-Abfrage klicken wir auf “Verbinden” und die Mobile Partner Software stellt eine Verbindung mit dem Internet her. Siehe da: Wir sind im Web. Und die Seitenabrufe über den Firefox-Browser gehen via UMTS-Verbindung relativ flott über die Bühne. Ein Blick in den Menüpunkt “Statistik” offenbart die exakte Datenrate. 1,3 MBit pro Sekunde zeigt uns die Software an, während wir einen größeren Download tätigten. Also kein wirklicher Datenturbo, aber ausreichend um im Web zu stöbern und E-Mails zu checken oder zu versenden.
Die Hardware
Noch ein Wort zum Surf-Stick selber. Er besitzt einen Steckplatz für microSD-Karten sowie einen externen Antennenanschluß. Der Hardware-Preis inklusive USB-Kabel und SIM-Karte liegt bei derzeit 89 Euro. Der Stick ist optional auch für Karten anderer Netzbetreiber geeignet. Andererseits könnten Sie die Fonic-SIM auch in Ihrem Handy nutzen und darüber im Web surfen
Die Preise
Der Fonic Surf-Stick kostet im Gesamt-Paket inklusive SIM-Karte und USB-Kabel sowie einem Tag kostenloses Surfen 89,95 Euro. Dafür ist die Tagespauschale mit 2,50 Euro nur halb so teuer wie bei T-Mobile oder Vodafone. T-Mobiles web’n'walk DayFlat im XtraPac kostet 4,95 Euro bei einem Anschaffungspreis von 69,95 Euro. Darin zusätzlich enthalten sind 10 Euro Startguthaben. Bei Vodafone zahlen Sie für die nationale WebSession 7,95 Euro, die Hardware müssen Sie noch hinzu kaufen.
Die Surfzeiten
Der Abrechnungszeitraum bei Fonics mobiler Datenflatrate gilt von 0:00 bis 24:00 Uhr. Das heißt: Sollten Sie Abends um 23:00 Uhr das erste Mal online gehen, dann berechnet Fonic den Pauschalpreis von 2,50 Euro. Die T-Mobile web’n'walk DayFlat funktioniert nach dem gleichen Prinzip, während Sie bei der Vodafone WebSession immer volle 24 Stunden surfen können.
Tempolimit
Beim Fonic Surf-Stick handelt es sich um eine echte Flatrate mit maximaler Datenrate von 3,6 MBit/Sekunde, jedoch drosselt Fonic die Übertragungsrate auf GPRS-Geschwindigkeit, sobald ein Datentraffic von 1 GByte pro Tag überschritten werden sollte. Auch Vodafone und T-Mobile führen nach Erreichen dieses Volumens ein Tempolimit ein. Während bei Vodafone und T-Mobile Instant Messaging nicht gestattet ist, dürfen Sie bei Fonic mit Ihren Freunden chatten. Internet-Telefonie sowie Filesharing ist bei allen drei Anbietern nicht erlaubt.
Für wen lohnen sich Tages-Flatrates?
Tages-Flatrates sind im Vergleich mit Daten-Tarifen für Normal- und Vielsurfer immer noch sehr teuer. Würde man den Tagespreis auf den gesamten Monat hochrechnen, dann wäre selbst die 2,50-Euro-Flat von Fonic noch Wucher.
Deshalb gilt: Für sporadische Surfer, die gelegentlich beruflich oder auf Reisen Zugriff aufs Web benötigen, sind Tages-Flats empfehlenswert. Insbesondere wenn man sich die Internet-Tarife von vielen Hotels oder Internet-Cafés anschaut. Alle anderen sollten sich nach den echten Flat- oder Volumen-Tarifen der Netzbetreiber umschauen. Eine Übersicht, der günstigsten Anbietern aufgeteilt nach Nutzerverhalten finden Sie in unsererm aktuellen Testbericht.
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Tags: Flatrate, Fonic, umts